April 07 Lombok - Sulawesi
Nach 2 1/2 Wochen sind wir startbereit. Ich muss die Fahrt so planen, dass wir in 5 Wochen in einer Stadt sind um unsere Visa zu verlängern. Wir wollen nach Sulawesi und das liegt über 500 sm im Osten. In dieser Jahreszeit haben wir die Chance noch keinen SO Monsun zu haben. Nach einem abenteuerlichen tanken an einer Barge im Fischereihafen hatten wir eine Diesel Sauerei an Bord. Der Schlauch war viel zu groß für unsere Einfüllstutzen. Unser erstes Ziel ist die Ausflugsinsel von Bali "Lembogan". Hier werden täglich Massen von Touristen mit Booten hingebracht. 
Das Wasser ist klar ansonsten ist es eher enttäuschend, wir finden nahe an Land eine Mooring an der wir ruhig liegen.

Übersicht von Bali und Lombok mit Segelkurs und Landausflügen.

Am nächsten Tag haben wir die falsche Strömung so erreichen wir statt Lombok die Bucht von Lab Amok auf Bali. Von hier erreichen wir Tags darauf die SW Ecke von Lombok. Am Ankerplatz von Gilli Asahon sind die jugendlichen Dorfbewohner mit ihren Booten so lästig und verlangen immer Geld. Da ziehen wir es vor uns zu verlegen, es ist aber sehr schwierig einen Ankerplatz zu finden. Schlussendlich ankern wir in der Einfahrt zur Bucht auf 20 m, die Fischer lassen uns in Ruhe. Das war Gott sei dank die einzige agressive Belästigung in Indonesien. Zur Vorwarnung vor nächtlichen Besuchern hatte ich nachträglich noch eine Lichtschranke montiert. An der Funktion von dieser muss ich aber noch weiter basteln. Entlang der Küste segeln wir nach Norden zu den Gilli Air Insel, die Tauch Inseln von Lombok. Nach 20 sm machen wir an einer Mooring in der Bucht fest.Auf der Insel sind viele Restaurant- und Hotelhütten. Am Morgen holen wir uns von den Fischern frischen Fisch.



Mit Pferdekutschen "Einspänner" kannst auch eine Inselrundfahrt machen.



Die Restaurants haben Meerblick und die Sitzplattformen haben kleine Tische, da wir Europäer nicht am Boden essen können.


Der Hoteltransfer und die Warenlieferungen alles wird Umweltfreundlich mit den Pferdekutschen erledigt


Es gibt schon viele Jahre eine deutsche Tauchschule hier.

Auf dem Festland füllen wir unsere Dieselkanister, diesen müssen wir von einer Landtankstelle holen. Der Preis 4.500,- Ind. Rupien das sind 0,40 EU Cent pro Liter. Für den Transport und das Kanister schleppen schlägt Mohamed 1000,- Rp. auf. Ein sehr geschäftstüchtiger Bursche, der uns noch Perlen verkauft und mit dem wir auch einen Landausflug machen. Auch am Festland sind die Pferde als Transportmittel eingesetzt.

Uns stört nur überall dieser Müll, hier sitzen die Marktfrauen fast darauf.

In den Bergen ist der Nationalpark der Affen. Das war Gertraud´s Futter Sackerl, dass hat ihr der freche Bursche schnell geklaut.


Nahe der Hauptstadt Mataram gibt es viele Töpfereien.



Eine besonderer Einfall da werden Eierschalen aufgeklebt, darüber kommt noch ein farbloser Lack.

Neben einer Weberei besuchten wir auch noch ein Dorf das für uns sehr informativ war.


Überall liegt Reis zum trocknen im Hintergrund der Reisspeicher des Dorfes.


Der Eingang zum Wohnraum ist so nieder damit muss man sich automatisch bücken als Ehrbezeugung vor dem Bewohner.

Auch im Wohnraum lagern Reissäcke, diese werden verkauft.
Die Kochstelle ist in einer separaten Hütte.

Die Plattformen vor den Hütten dienen zum ruhen oder man trifft sich zum plaudern.

Wir tragen uns als Besucher ein und geben eine Spende für die Dorfgemeinschaft, diese wird im Gästebuch eingetragen.

Ich fragte die Burschen ob sie auf den Bus warten, da brach ein Gelächter los. Die haben keine Arbeit und sitzen deshalb an der Straße.

Ein Indonesischer Laden mit der Tankstelle davor. In den Glasflaschen ist das Gemisch für die Mopeds, sieht aus wie Wein.


Am Wasserschloss das war einmal die Sommer Residenz des Königs von Bali.


Freitag 13. 4. Mein kleiner Canon Drucker hat heute die letzte Seite gedruckt, er hat fast 9 Jahre klaglos funktioniert.
Wegen der starken Strömung können wir erst um 11 Uhr durch die Passage segeln. An der Nordküste haben wir die Strömung mit uns so schaffen wir die 40 sm bis zum NE Ende zur vorgelagerten Insel Gilli Lawang. Am Morgen wartet ein Fischer hinter uns, als ich zu ihm schnorchle zeigt er mir seine kaputte Taucherbrille. Ich suche nach einer , bringe uns dafür Ikan. Nach einer Stunde kommt er mit 3 schönen Groupern. Die Fischer tauchen mit einen normalen Luftkompressor und einem langen Schlauch über 20 m tief.

Bei der Insel Medang machen wir einen Stop allerdings war für kurze Zeit W - NW Wind so wurde der Ankerplatz sehr unbequem.
Sateliten Karte und Kurs durch die Sabalana Inselgruppe.

Mit bedrohlichen Schauer Wolken und drehenden Winden segeln wir zur Inselgruppe Pulau Tengah.
In der Einfahrt hatten wir noch gute Sicht und wir waren sicher im Pass.
Es kommt eine dicke Schauerwolke aus NW, vor der Insel können wir das Riff nicht mehr erkennen, so ankern wir sicher auf 17 m. Die Inseln haben keine Riffgürtel sondern nur vereinzelt flache Stellen, deshalb sind die Ankerplätze meist rollig.
Ein Dorfbesuch ist angesagt. Fischer waren schon bei uns und zeigten uns den Dinghy Pass durchs Riff. Das ist ein Hurra die Kinder waren am Weg zur Schule. Gertraud inmitten der großen Kinderschar. Bitte entschuldigt die schlechte Bildqualität von einigen der folgenden Bilder.


Die Lehrerin rief nach den Schülern sie stand vor der leeren Klasse.

Auf dem Weg zum Haus des Chief folgen uns viele Bewohner. Beachtet die Sateliten Antenne im Hintergrund. Jedes 2. Haus hat digitales Sat. Fernsehen, da staunten wir.


Es wurde uns Tee und Kekse serviert, Kinder und Erwachsene drängten sich am Eingang um uns Langnasen zu bestaunen.


Von nun an ließ der Chief die Kamera nicht mehr los und er fotografierte bis die Batterien leer waren. Die Familien haben sich immer wieder zu Fotos postiert.


Die Dorfschönheiten wollten unbedingt ein Foto mit mir.

Die ersten Mopeds fahren schon auf der Insel. Diese treffen wir in der Folge immer wieder an, zumindest hören wir sie.

Der Vater des Chief, wenn wir richtig verstanden haben leben ca. 600 Leute auf der kleinen Insel, sie liegt über 80 sm vom Festland entfernt.

Selbstverständlich mussten wir ihn mit 2 Leuten auf unser Schiff einladen. Da kamen aber immer mehr mit ihren Booten nach. Da war eine Kiste Coka Cola gleich weg. Das Geschenk für den Chief, Kappen und eine Flasche Rotwein das durften aber die anderen nicht sehen.

Nach Stunden konnten wir sie verabschieden, da wir uns anschickten weiter zu fahren. An der Sandbank ankerten wir ungestört. Am nächsten Morgen segelten wir zum Riff von Pulau Sabalana.


Bei der Insel Sarasong ankerten wir mit vielen Fischerbooten. 18 Mann sind auf einem Schiff sie sind fast eine Woche am Riff draußen. Ich dachte schon die gehen unter, denn die haben keine Handbreit Freibord am Rumpf.

Die Mannschaften durchkämmen mit Harpunen das Riff.

Wir tauschen Lobster für Zigaretten und T-Shirts oder gegen Bargeld.

So spielt sich der Handel ab, ich gebe eine Summe vor, dann schreibt er er seine, mit 60.000,- das sind ca. 5,- EU ist er zufrieden und wir sind glücklich, so viel Lobster hatten wir schon Jahre nicht mehr.

Zum Abschied schwingen die Burschen ihre Harpunen. Aussehen tun sie ja wie Terroristen sind aber recht freundlich. Der Bursche der zu uns aufs Schiff kam sah einen Apfel, den wollte er haben diesen hat er in 8 Spalten aufgeteilt.

Gertraud fischt mit mäßigen Erfolg, es sind meist nur kleine Korallen Fische zu sehen.






Bei der Insel Pelakang ankern wir über eine Meile vor der Insel, es ist sehr flach mit Seegras. Ein kurzer Dorfrundgang, da wir sonst das Beiboot bei Ebbe durchs Gras ziehen müssten.

Eine unbewohnte Insel in der östlichen Inselgruppe. Hier können wir die Kokosnüsse öffnen, Geschenke von Fischern.

Mit der präparierten Persenning sammeln wir erstmals Wasser.

Sanana Kecil Island in der Sabalana Ost Gruppe auch hier ist fast jede Insel bewohnt.


Am 21. 4. starten wir abends zur 90 sm Überfahrt nach Sulawesi. Ein Gewitter holte uns von Westen ein, eine Stunde segelten wir mit 9 kn. Danach ging es nur mit Motor unterstützung aber mit guter Strömung erreichten wir 7 kn. Im Morgengrauen trafen wir bei der Insel Pulau Salayar ein. Es fällt nun immer wieder unser Unterwasser Radar aus.
